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Vedaloka-Kalender
4.17.2026 Jahr
00:00:00 Zeit nach
vedischer Zeitrechnung Jahr 5121 des Kali-Yugas,
28. Mahayuga 7. Manvantara Epoche des Manu Vaivasvata Kalpa des Ebers Erster Tag des 51. Jahres der großen Schöpfergottheit |
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Vier Padas: Stufen der spirituellen Bewusstheit
In der Sanatana-Dharma-Tradition gibt es (wie im buddhistischen Tantra) vier sogenannte Padas oder Stufen des fortschreitenden Bewusstseins zur Verwirklichung des Göttlichen, nämlich Charya-, Kriya-, Yoga- und Anuttara-Yoga.
Die Charya-Phase ist die Zeit, in der ein spiritueller Sucher die Bedeutung des spirituellen Weges erkennt, den Kontakt zu einem spirituellen Meister sucht, Tempel besucht, der auserwählten Gottheit Opfergaben darbringt, ein rechtschaffenes Leben führt und seine Beziehung zu Gott wie die zu seinem Herrn und sich selbst als dessen Diener empfindet. Dies ist eine sehr wichtige Stufe in der Entwicklung der Seele und kann nicht übersprungen werden, obwohl sie nicht unbedingt in diesem Leben gegangen werden muss. Viele Seelen haben sie schon früher, in vergangenen Inkarnationen abgeschlossen und beginnen ihre spirituelle Entwicklung schon mit den Folgephasen.
Kriya impliziert bereits eine engere Beziehung zur auserwählten Gottheit. Der Suchende fühlt die Segnungen, die ihm als Ergebnis seiner Anbetung zuteilwerden, und fühlt seine Gottheit näher bei sich und verehrt sie in der mentalen Stimmung (Bhava) eines Freundes.
In der Yoga-Phase vertieft sich die Beziehung mit dem göttlichen Bewusstsein. Während ein Mensch auf den Stufen von Charya und Kriya hauptsächlich eine äußerliche Verehrung des Göttlichen praktiziert, erfolgt dies auf der Stufe von Yoga-Pada bereits viel innerlicher. Der Yogi sucht das Objekt seiner Hingabe nicht nur im Außen, wie es in den ersten Stadien der Fall ist, in denen das Bewusstsein noch eine Stütze für seine Konzentration braucht, sondern eröffnet das göttliche Bewusstsein in sich selbst. Er meditiert auf das subtile leere Bewusstsein, auf seine eigenen Chakren, auf die subtilen Ebenen der Elemente und des inneren Lichts und nimmt das Göttliche immer mehr im Inneren wahr.
Das kulminierende Pada ist Anuttara-Yoga. Diese Stufe impliziert eine hohe Bewusstseinsebene des Yogis, in der sich der spirituell Praktizierende überall des göttlichen Bewusstseins bewusst ist, und zwar als ein absolut subtiles, leuchtendes Bewusstsein jenseits aller Namen und Formen, das alles durchdringt, auch ihn selbst. Dies ist eine sehr hohe Ebene, die bei weitem nicht jedem und schon gar nicht sofort zugänglich ist.
Auszug aus dem Buch "Der Pfad der spontanen Erleuchtung. Tradition der Siddhas” von Swami Vishnudevananda Giri
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