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Vedaloka-Kalender
4.17.2026 Jahr
00:00:00 Zeit nach
vedischer Zeitrechnung Jahr 5121 des Kali-Yugas,
28. Mahayuga 7. Manvantara Epoche des Manu Vaivasvata Kalpa des Ebers Erster Tag des 51. Jahres der großen Schöpfergottheit |
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Im Advaita Vedanta werden menschliches Leben und Verhalten auf der Grundlage der Karma-Theorie erklärt, die den Kreis der Wiedergeburten in Gang setzt.
Alle Handlungen, ob gut oder schlecht, erzeugen ihre eigenen karmischen Auswirkungen, Vasanas genannt, die nach einer gewissen Zeit ihre Resultate zeigen.
Karma, das bereits Früchte trägt, wird Prarabdha-Karma genannt. Dies ist das Karma, das für unsere gegenwärtige Geburt verantwortlich ist.
Das angesammelte Karma, das darauf wartet, Früchte zu tragen, wird Sanchita-Karma genannt.
Während der Zyklus der Wiedergeburt weiterläuft, entsteht weiteres Karma, dies wird Agami-Karma genannt.
Die Befreiung (Moksha) wird als Ausweg aus diesem endlosen Kreislauf gesehen.
Im Advaita ist Moksha ein Synonym für Brahman. Die Shrutis (die heiligen Schriften Indiens) sagen: „brahmavit brahmaiva bhavati“ – wer Brahman (das transzendente Bewusstsein, das Absolute) kennt, wird selbst zum Brahman.
Gemäß dem advaitischen Verständnis ist das Wort „wird“ dabei nur metaphorisch zu sehen. Es ist nicht so, dass etwas, das nicht Brahman war, plötzlich zu Brahman wird. Das „Kennen des Brahmans“ bedeutet vielmehr, die Unwissenheit über die eigene Wesensnatur als Brahman loszuwerden. „Brahman kennen“ bedeutet also „Brahman sein“.
Wer die Einheit seines Atman (seines höheren Ichs) mit Brahman erkannt hat, ist ein Jivanmukta, jemand, der befreit ist, und zwar schon während seines Lebens in diesem Körper. Ein solches Bewusstsein sollte und kann kein angelesenes Verständnis der Upanishaden sein. Ein Jivanmukta ist jemand, der die Wirklichkeit dieser Identität selbst erfahren hat.
Man sagt also, dass Moksha nicht das Ergebnis einer rituellen Handlung (karma-marga) oder eines hingebungsvollen Dienstes (bhakti-marga) ist.
Diese Wege führen zwar weiter und beantworten das „Wie“, aber nicht das „Warum“ der Frage der Befreiung. Aus diesem Grund wird der Weg des Advaita Vedanta auch der Weg des Wissens (jnana-marga) genannt.
* Shruti (Übersetzung aus dem Sanskrit: „Gehörtes“) ist der Kanon der heiligen Schriften des Sanatana Dharma. Er beinhaltet die vedischen Schriften: Brahmanas, Aranyakas und Upanishaden. Shruti-Texte werden als Apaurusheya („nicht menschlich“) bezeichnet. Sie werden von Gott, nicht von einem einzelnen Autor offenbart und repräsentieren ewiges transzendentales Wissen, das von den Gottheiten über die Rishis an die Menschen weitergegeben wird.
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